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Die Glattalbahn – ein Erfolgsprojekt

2011
Nach ihrem ersten Betriebsjahr kann die im Dezember 2010 eröffnete Glattalbahn eine rundum positive Bilanz ziehen. Mit 3,1 Millionen Fahrgästen – erwartet worden sind 2,5 Millionen – ist die Linie 12 die am meisten frequentierte der Verkehrsbetriebe Glattal (VBG). Offensichtlich entspricht die Verbindung zwischen Flughafen und Bahnhof Stettbach, quer durch ein rasant wachsendes Wohn- und Gewerbegebiet, einem riesigen Bedürfnis. Ein wichtiger Faktor für die hohe Fahrgastfrequenz ist das Einkaufszentrum Glatt, das eine eigene Station erhielt und dafür auch einen zweiten Haupteingang geschaffen hat. Die Eröffnung der Stadtbahn bescherte ihm einen deutlichen Besucheranstieg: Nach anfänglich 4’000 Kundinnen und Kunden pro Tag, die mit der neuen VBG-Linie 12 anreisten, hat sich die Zahl mittlerweile bei 2'500 Personen eingependelt.

In der Medienmitteilung zur Erstjahresbilanz spricht der Zürcher Verkehrsverbund ZVV im Dezember 2012 von einem «Vorzeigeprojekt». Die neue Stadtbahn habe in ganz Europa Aufmerksamkeit erregt, bereits seien Delegationen aus mehreren Schweizer Gemeinden und europäischen Ländern angereist, um sich ein Bild vor Ort zu machen.

Elf Unfälle im ersten Halbjahr
Dass das 12er-Tram auf einem eigenen Trassee fährt und so schneller und pünktlicher unterwegs ist, trägt zu seinem Erfolg bei. Die separate Spurführung erlaubt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 26 Stundenkilometern statt 15 wie bei den Trams in der Stadt. Sie hat aber auch Nachteile: An den Kreuzungen von Schienen und Strasse kommt es öfters zu Unfällen. Elf zählt man alleine im ersten Halbjahr. Die meisten werden durch Missachtung des Rotlichts oder der Vorfahrt verursacht. Als Präventionsmassnahme lassen die VBG an drei besonders heiklen Übergängen grossflächige, giftgrüne Markierungen anbringen, auf die das rote dreieckige Signal «Strassenbahn» aufgespritzt wird.

Bild: Die Stadtbahn Nr. 12 vor dem Glattzentrum. Quelle: VBG
Glattalbahn beim Glattzentrum