Das Klima schonen geht ganz leicht.

Indem wir alle im Alltag bewusster darauf achten, wie wir uns ernähren und was wir kaufen.

Wallisellen soll spätestens 2050 klimaneutral werden. Dazu braucht es uns alle. Gemeinsam können wir dem Klima helfen – indem wir bewusster darauf achten, wie wir uns ernähren und was wir kaufen. Und öfter etwas Neues ausprobieren.

Gemeinsam fürs Klima
Durch die Klimakampagne 2024 zeigten wir, wie wir alle mit kleinen Beiträgen im Alltag etwas Gutes fürs Klima tun können. Und wie viel wir in Wallisellen bewirken, wenn wir es gemeinsam anpacken.

Wie geht bewusster konsumieren?

Indem wir uns bewusst machen, welche Auswirkungen unser Konsum auf das Klima hat. Und indem wir im Alltag bewusster darauf achten, wie wir uns ernähren und was wir kaufen. Das klingt im ersten Moment vielleicht etwas anstrengend, muss es aber nicht sein.

Denn bereits mit Kleinigkeiten können wir Gutes für das Klima bewirken. Zum Beispiel indem wir frisches saisonales Obst und Gemüse aus der Region kaufen. Oder indem wir etwas weniger tierische, dafür mehr pflanzliche Produkte konsumieren. Indem wir Brot- oder Gemüse-Reste bewusst weiter verwerten. Oder etwas reparieren, statt neu zu kaufen. Das alles hilft der Umwelt, ist gut für unsere Gesundheit und unser Portemonnaie.

Bericht zur Klimakampagne – ein Jahresrückblick

Im Jahr 2024 begleitete uns die Klimakampagne «Kleine Schritte, grosse Wirkung – gemeinsam fürs Klima». Im Fokus standen ein bewusster Konsum und eine nachhaltige Ernährung. Beide Bereiche zusammen verursachen in Wallisellen 40 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen, wodurch sich im Alltag für uns alle grosse Handlungsmöglichkeiten ergeben.

Während der Kampagne fanden drei Thementage und zahlreiche weitere Aktivitäten fürs Klima in Zusammenarbeit mit unseren engagierten lokalen Partnern und fachlichen Experten statt. Es wurde einerseits darauf aufmerksam gemacht, was hinter unseren Einkäufen steckt, wie gut Reste schmecken, dass ein defektes Gerät noch lange nicht verloren ist oder, dass Kleider ein zweites Leben haben können. Zudem schuf die Kampagne reichlich Platz für Austausch und Diskussion rund um die Thematik. Den vollständigen Bericht zur Klimakampagne finden Sie hier.

Wir konsumieren mehr als wir brauchen.

Je bewusster wir konsumieren, desto besser für das Klima.

Jedes Nahrungsmittel und jedes Konsumgut, das hergestellt wird, belastet unser Klima. Die Rohstoffe, die Produktion, der Transport, die Lagerung – alles zahlt auf unseren CO2-Fussabdruck ein. Zudem konsumieren wir oft mehr, als wir brauchen. Hier einige besonders eindrückliche Zahlen und Fakten zu unserem (Über-)Konsum in der Schweiz.

5 Fakten zum Thema Ernährung:

 

Rund 1,5 Mio. kg Lebensmittel wandern in Wallisellen pro Jahr in den Abfall.

Das sind ca. 90 kg Lebensmittel pro Person und pro Woche gute 1,7 kg.

Quelle: Bundesamt für Umwelt, basierend auf einer Studie der ETH Zürich zur Lebensmittelverschwendung (2019)

 

40 % unseres persönlichen CO2--Fussabrucks stammen von unserer Ernährung und unserem allgemeinen Konsum.

Am besten fangen wir also alle gleich bei uns selbst an!

Quelle: Klimakonzept Wallisellen 2020, Bilanzjahr 2017

 

Durch Food Waste schmeissen wir pro Jahr 620 Franken in den Abfall.

Damit belasten wir nicht nur das Klima, sondern auch unser Portemonnaie.

Quelle: Bundesamt für Umwelt, basierend auf einer Studie der ETH Zürich zur
Lebensmittelverschwendung (2019)

 

1 kg Fleisch braucht 100-mal mehr Fläche als ein 1 kg Kartoffeln.

Ausserdem verbraucht 1 kg Rindfleisch unvorstellbare 15’400 Liter Wasser und verursacht in etwa 22 kg CO.

Quelle: WWF, Albert Schweizer Stiftung

 

14 kg Brot werfen wir in der Schweiz pro Jahr und pro Kopf weg.

Damit ist Brot beim Food Waste Spitzenreiter. An zweiter Stelle folgt Milch. Hier Externer Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.findet ihr Inspiration für feine Rezepte, mit denen ihr beides aufbrauchen könnt.

Quelle: foodwaste.ch

5 Fakten zum Thema Konsum:

 

8 Millionen gebrauchte Handys liegen in Schweizer Haushalten ungenutzt herum.

Warum nicht länger verwenden, weiterverkaufen oder spenden?

Quelle: Swisscom

 

100 Tonnen Textilabfall wandern in der Schweiz pro Tag durch Fast Fashion in die Tonne.

Höchste Zeit etwas zu entschleunigen und bewusster zu konsumieren.

Quelle: Europäisches Parlament, WWF Schweiz

 

76 % der Schweizer Bevölkerung möchten ihre kaputten Gebrauchsgüter gerne reparieren lassen.

Allerdings werden Reparaturen oft als zu teuer oder aufwändig empfunden. Schaut doch mal in der ReparierBar vorbei.

Quelle: Greenpeace

 

164’100 Tonnen CO2-Äquivalent produzieren wir zusammen in Wallisellen pro Jahr.

Eine unvorstellbare Menge. Unsere Klimabilanz können wir gemeinsam noch klar verbessern!

Quelle: Klimakonzept Wallisellen 2020, Bilanzjahr 2017

 

28 % aller Menschen in der Schweiz wechseln ihr Mobiltelefon nach maximal 2 Jahren.

Wenn wir alle unsere Smartphones um 3 Jahre länger nutzen, senken wir damit den CO2-Fussabdruck um 56 %.

Quellen: Comparis Smartphonestudie 2023, Greenpeace Schweiz 2022

 

Spannende Quellen zu weiteren Klima-Fakten

Für alle, die es noch genauer wissen wollen. Hier finden Sie eindrückliche Fakten und Zahlen zu den Auswirkungen unseres Konsums auf das Klima.

Konsum und CO2-Impact:

Myclimate.orgExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.

Fakten zum Thema Ernährung und Klima:

WWFExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.

Sustainableswitzerland.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.

Fakten zum Thema Food Waste:

Savefood.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.
WWFExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.
Foodwaste.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.

Bundesamt für UmweltExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.

Tipps zu klimafreundlicher Ernährung und Konsum

Bereits mit Kleinigkeiten können wir Gutes für das Klima bewirken.

Wie ernähre ich mich klimafreundlicher?

Viele Wege führen zu einem bewussteren Konsum. Hauptsache ihr macht mit und probiert es aus. Wenn wir alle mitmachen, haben auch kleine Schritte eine grosse Wirkung.

 

 

 

Möglichst pflanzlich ernähren, also viel Obst und Gemüse.

Und dabei auf die Saison und die regionale Herkunft achten. Als kleine Hilfe findeste du hier unseren Saisonkalender.

Keine Lebensmittel verschwenden, Reste nutzen und neu interpretieren.

Hier gibt’s Inspiration mit dem Fooby-Foodwaste-RezeptplanerExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. oder der Restegourmet AppExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet..

Weniger Fleisch und nicht zu viele Milchprodukte konsumieren.

Ein kleines Rechenbeispiel: Wenn ich meinen Fleischkonsum von 1 kg auf 300g pro Woche reduziere, kann ich in etwa 1 Tonne CO2 pro Jahr einsparen.

 

 

 

Biologisch produzierte Nahrungsmittel kaufen.

Achten Sie auf Biolabels. Zertifizierte Produkte kommen garantiert nicht aus dem Gewächshaus und haben kürzere Transportwege. Inzwischen gibt es unzählige Labels. Auf Labelinfo.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. erhalten Sie einen guten Überblick darüber, was diese bedeuten.

Der Inhalt ist wichtiger als die Verpackung.

Die Verpackung soll das Produkt vor allem schützen und länger haltbar machen. Glas, Dose, Plastik oder Tetrapack spielt dabei eine weniger grosse Rolle. Vermeiden Sie aber überverpackte Produkte mit unnötigem Plastik drumherum.

 

Nicht von heute auf morgen, sondern häppchenweise umstellen.

Testet unsere Tipps ruhig schrittweise. Zum Beispiel indem ihr ein neues Gericht ausprobiert, mehr auf saisonales Obst und Gemüse achtet oder öfter auf dem lokalen Markt einkauft. Jeder Beitrag zählt.

Inspiration zum Thema Food Waste

Aus Resten lässt sich oft noch etwas Feines zaubern. Probiert mal was Neues aus und lasst euch inspirieren.

FoobyExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.

Restlos glücklich.
Gezielte Inspiration, was sich aus den aktuellen Resten im Kühlschrank  gerade machen lässt. Auf der Fooby-Website gibt es genau dafür den hilfreichen Rezeptfinder. Ausserdem finden Sie hier noch weitere wertvolle Tipps gegen Foodwaste.

Food Ninja BlogExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. Besser lagern und Reste verwerten.
Hier erfährst du alles über die am häufigsten verschwendeten Lebensmittel. Pro Nahrungsmittel gibt es Tipps für die optimale Lagerung und Ideen für Rezepte mit schrumpeligen oder unperfekten Lebensmitteln.
Swissmilk.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. Tipps und Rezepte für den Alltag.
Milchprodukte gehören neben Brot und Gemüse zu den am meisten verschwendeten Lebensmitteln. Die Rezepte und Tipps des Milchverbandes helfen dir dabei, weniger Lebensmittel wegzuwerfen.
Betty BossiExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. Restenlos geniessen. Das Kochbuch von Gabriela Seidl.
Das geballte Wissen von Betty Bossi gegen Food Waste gibt es auf 320 Seiten. Mit 355 Tipps und Tricks gegen die Lebensmittelverschwendung im eigenen Haushalt, zahlreichen cleveren Rezepten und Koch-Inspirationen, Hilfestellungen zum richtig Einkaufen, Lagern, Organisieren, Verpacken, Verwerten und Haltbarmachen.
Foodwaste.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. Workshops Null-Resten-Küche.
Lustvoll kochen die Profis von foodwaste.ch zusammen mit Interessierten gegen Food Waste an. In Kursen und Events weihen sie die Teilnehmenden in das Handwerk des Einmachens ein oder zaubern köstliche Speisen aus Resten. Viel Inspiration für die eigene Küche ist garantiert!
sge FOODprints®Externer Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. Nützliches Merkblatt zur bewussten Ernährung.
Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung liefert mit den FOODprints® – nützliche Tipps zum bewussteren Umgang mit Lebensmitteln.
WWFExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. Umweltgerecht essen.
Unser Ernährungsstil hat einen grossen Einfluss auf die Qualität unserer Umwelt. Die Ernährung von Schweizerinnen und Schweizer verursacht pro Kopf etwa 2.5 Tonnen CO2-eq pro Jahr. WWF liefert viele eindrückliche Fakten zum Thema Ernährung.

 

Rezepte-Apps gegen Food Waste

Inzwischen gibt es schon einige toll gemachte und sehr nützliche Rezepte Apps.
Einfach die vorhandenen Zutaten eingeben und reichlich Inspiration finden. Zum Beispiel:

Supercook-RezeptgeneratorExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.

RestegourmetExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.

Zu gut für die TonneExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.

 

Tipps zum bewussteren Einkauf

Klimafreundlicher einkaufen geht ganz leicht. Öfter mal pflanzlich. Wann möglich immer Kaufe saisonal und regional. 
Und am besten Produkte mit Nachhaltigkeitslabel. Hier noch einige weitere praktische Tipps.

 

Einkäufe besser planen.

Was brauchen wir eigentlich für die nächsten Tage? Ein Blick in den Kühlschrank reicht oft schon, um einen Überblick zu bekommen. Denn in der Regel haben wir schon mehr als genug zu Hause.

  • Einkaufsliste: Ein Klassiker, aber noch genauso sinnvoll wie früher. Und die Einkaufsliste gibt es heute auch in digital und zum sharen, zum Beispiel über Bring!Externer Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. 
  • Foto vom Kühlschrank: Fotografiere den Inhalt deines Kühlschranks mit dem Handy. Dann kannst du auch beim Einkauf nochmal schnell nachschauen, ob dir noch was fehlt.

 

Lebensmittel richtig lagern.

Wenn wir das Obst und Gemüse richtig lagern, hält es auch viel länger. Wer dabei einige Kleinigkeiten beachtet, kann damit Food Waste deutlich reduzieren.

Hier findet ihr Tipps zum richtigen Lagern: 

 

Den Kühlschrank richtig einräumen.

Auch der Kühlschrank will richtig eingeräumt sein. Korrekt gekühlte Lebensmittel bleiben nämlich länger frisch, halten damit auch länger, schmecken besser und sparen Geld. 

Hier findet ihr Tipps zum richtigen Einräumen: 

 

Saisonal und regional.

Saisonal bedeutet immer frischer und nachhaltiger. Zudem stammen die Lebensmittel dann aus der Region, lange Transportwege lassen sich vermeiden. 

Hier einige besonders übersichtliche Online-Exemplare: 

Hier unser Saisonkalender zum Download.

 

Hungrig nach noch mehr Wissen?

Das freut uns. Zum Glück engagieren sich unzählige Organisationen zum Thema «bewusster Konsum». Auf folgenden Seiten findet ihr zahlreiche spannende Fakten, nützliche Tipps, Rechner und inspirierende Rezepte. Hier sind unsere Favoriten.

Gute Quellen zum Thema Ernährung und Food Waste:

Savefood.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.

Rezepte gegen Foodwaste nach Zutaten geordnet und wertvolle Tipps, um Food Waste zu vermeiden.

Madame FrigoExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.

Öffentliche Kühlschränke gegen Food Waste. Mit mehr als 130  öffentlichen Kühlschränken bietet Madame Frigo der Schweizer  Bevölkerung eine praktische und einfache Handlungsmöglichkeit, den eigenen Food Waste zu reduzieren.

FOODOOExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.

Foodwaste Pionier und preisgekrönter GaultMillau-Koch Mirko Buri betreibt heute kein Restaurant mehr, sondern stellt fertige Produkte aus nicht regel-konformen Gemüsen her, die sonst im Abfall landen würden. Und er führt mit seinem Team Workshops, Moderationen, Kochevents für Gross und Klein durch.

Blitzrechner.deExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.

Der Fleischrechner zeigt, wie viel Fleisch wir im Laufe der Zeit  konsumieren und welche Folgen die Tierhaltung auf das Klima hat. Und inwieweit die Umwelt entlastet wird, wenn wir unseren Fleischkonsum reduzieren. Vegetarier und Veganer finden heraus, wie viel sie bereits eingespart haben.

 

Gute Quellen zum Thema Konsum allgemein:

WWF Footprint-RechnerExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. Wie viel CO2 verursachst du? Mit dem Footprint-Rechner kannst du deine Ernährung, Mobilitätsverhalten, Energieverbrauch und Konsumverhalten erfassen und berechnest damit deinen Fussabdruck. 
PumpipumpeExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. Teilen statt kaufen. Die Sharing Community und Plattform macht es einfach, nützliche Dinge wie Werkzeuge oder Haushaltsgeräte in der Nachbarschaft zu verleihen und zu teilen. 
exsilaExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. Tauschen statt kaufen. Auf dieser Tauschbörse gibt es alles mögliche – Bücher, Filme, Games, Handies, Kleidung und Spielzeug. So werden Gegenstände weiter genutzt statt neu produziert – und das Klima wird geschont.
Walk-In Closet SchweizExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. Der Verein engagiert sich für eine nachhaltigere Mode – und macht diese für alle zugänglich: in Form von coolen Kleidertauschbörsen. Ab September auch bei uns hier in Wallisellen.
Fashion Revolution Schweiz Externer Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. Die Organisation setzt sich aktiv für eine saubere, faire, transparente und verantwortungsvolle Mode ein. Sie informiert über die Herstellungsbedingungen von Mode, zeigt Alternativen für einen nachhaltigen Umgang mit Kleidern auf und stellen faire und  ökologische Initiativen und Labels vor für ein bewussteres Konsum- und Kaufverhalten.

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