News Energie und Klima
Energie-Treff «Solarstrom – neue Möglichkeiten und intelligente Lösungen»
Die nationale Energiestrategie sieht ab 2050 eine jährliche Stromproduktion aus Photovoltaikanlagen von 34 Terawattstunden (TWh) vor. Die aktuelle Produktion beträgt rund 4.3 TWh. Somit werden künftig Photovoltaikanlagen (PVA) eine zentrale Rolle in der Stromversorgung spielen.
Durch die Neuerungen im Stromversorgungsgesetz, intelligente Lösungen sowie flexible Modelle für Eigenverbrauch und gemeinschaftliche Nutzung entstehen weitere Potenziale und spannende Möglichkeiten für Produzierende und Konsumierende. Veränderungen bei Einspeisevergütungen und Strompreisen lösen aber auch Unsicherheiten und einen zunehmenden Informationsbedarf aus.
Die Stadt Wallisellen, Abteilung Tiefbau + Landschaft, lädt die interessierte Bevölkerung und das Gewerbe zum Energie-Treff mit Fachreferaten, einer Fachausstellung, Beratungen und einem Apéro ein. Dort werden die Vorteile einer PVA erläutert, die Schritte zu einer eigenen Anlage aufgezeigt und neue Möglichkeiten wie beispielsweise Lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) nachvollziehbar erklärt.
Saal zum Doktorhaus
Alte Winterthurerstrasse 31
8304 Wallisellen
8. April 2026, 19.30 Uhr - 21.00 Uhr
in Zusammenarbeit mit die werke versorgung wallisellen ag
Programm
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18.30 Uhr |
Türöffnung (Fachausstellung und Beratungen) |
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19.30 Uhr |
Begrüssung |
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21.00 Uhr |
Apéro, Fachausstellung und Beratungen |
Anmeldung hier erforderlich.
Revidiertes Förderprogramm Energie
Gestützt auf den Massnahmenplan Klima wurde das Förderprogramm Energie ausgewertet und möglicher Anpassungsbedarf geprüft. Dazu wurde die Entwicklung der Fördergesuche und -beiträge in den vergangenen Jahren untersucht und sämtliche Fördermassnahmen unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen (übergeordnete Gesetzgebung, Förderlandschaft usw.) überprüft.
Es zeigte sich, dass bestehende Fördermassnahmen angepasst oder aufgehoben werden müssen und sich neue Massnahmen aufdrängen. In Anbetracht des subsidiären Zwecks des Förderprogramms und der eingeschränkten Ressourcen sind sämtliche Fördermassnahmen mit einer maximalen Summe für den Förderbeitrag ergänzt. Gemäss Vereinbarung zwischen Stadt und die werke sollen Massnahmen des Bereichs Wärmeerzeugung (Heizungsersatz) nach dem Entscheid über die thermischen Netze in einer späteren Revision vertieft überprüft werden.
Der Stadtrat genehmigte die erforderten Änderungen des Reglements über das Förderprogramm Energie und den Energiefonds. Das revidierte Förderprogramm trat am 1. Januar 2026 in Kraft.
Netto-Null-Ziel 2040 für die Stadtverwaltung
Der Stadtrat beschloss im Sinne der Vorbildfunktion das Netto-Null-Ziel 2040 für die Stadtverwaltung.
Die direkte und energiebedingte indirekte Treibhausgasemissionen der Verwaltung (scopes 1 und 2; Greenhouse Gas Protocol) entstehen im Wesentlichen durch den Energieverbrauch des städtischen Gebäude- und Fuhrparks. Die Emissionen der städtischen Liegenschaften machen gemäss Energiebuchhaltung rund 90 % aus, während die kommunalen Fahrzeuge für die restlichen Emissionen verantwortlich sind. Der Verbrauch fossiler Treib- (Benzin und Diesel) und Brennstoffe (Heizöl und Erdgas) muss bis 2040 dementsprechend auf Null reduziert werden.
Folgende drei Zielvorgaben sind bis 2040 zu erreichen:
- 100 % erneuerbare Wärme für kommunale Gebäude und Anlagen
- 100 % erneuerbarer Strom für kommunale Gebäude, Anlagen und Fahrzeuge
- 100 % emissionsfreie Fahrzeuge (ausgenommen sind Spezialfahrzeuge, die aktuell noch nicht serienmässig erhältlich sind, wie z.B. Feuerwehrfahrzeuge)
Der genehmigte Massnahmenplan Klima beinhaltet bereits effektive Massnahmen zur Erreichung dieser Zielvorgaben. Bei Bedarf werden im Rahmen der Aktualisierung des Massnahmenplans ergänzende oder neue Massnahmen entwickelt.
Sonstige indirekte Treibhausgasemissionen ausserhalb des Stadtgebiets (scope 3), die schwerpunktmässig mit privaten Unternehmenstätigkeiten verbunden sind und aus dem Bezug von Waren und Dienstleistungen sowie aus der Mobilität der Mitarbeitenden entstehen, sind nicht Teil des Netto-Null-Ziels 2040 für die Stadtverwaltung. Dennoch strebt sie in ihrer Vorbildfunktion eine Reduktion dieser indirekten Emissionen an; zum Beispiel durch eine nachhaltige Beschaffung sowie die Information und Sensibilisierung der Mitarbeitenden.
Energieeffizienz auf höchstem Niveau
Etwa 60 km Strassen und insgesamt rund 2’500 Leuchten fallen in die Zuständigkeit der Stadt. Seit 2018 arbeitet sie an der Optimierung der öffentlichen Strassenbeleuchtung – zunächst durch den Ersatz von ineffizienten Beleuchtungskörpern (Quecksilber- od. Natriumdampflampen). Seit 2021 modernisiert die werke versorgung wallisellen ag im Auftrag der Stadt die Kandelaber anhand höchsteffizienter «LED-Leuchten» und der Ausstattung eines intelligenten Steuerungssystems (Fernsteuerung).
Dank dieser Massnahmen ist der Stromverbrauch der öffentlichen Strassenbeleuchtung seit 2018 (Basisjahr) bis zum Bilanzjahr 2024 um 60 Prozent gesunken (Bilanzjahr 2024). Damit beträgt der Stromverbrauch pro Strassenlänge nur 6'172 kWh/km und erfüllt die Anforderungen an Energiestädte mit grossem Abstand (Zielwert: 10'000 kWh/km). Bis Ende 2025 wird durch die abschliessende Optimierung der Lichtsteuerung eine weitere Reduktion erwartet.
Zugehörige Objekte
| Name Vorname | Funktion | Telefon | Kontakt |
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| Name | Telefon | Kontakt |
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| Tiefbau + Landschaft | 044 832 62 10 | tiefbau@wallisellen.ch |
| Name | Telefon | Kontakt |
|---|---|---|
| Umwelt | 044 832 62 10 | umwelt@wallisellen.ch |