Grünes Licht für die Neunutzung des Richti-Areals

2009
Seit die Beton- und Zementproduktion 1989 eingestellt wurde, lag das rund 72'000 m2 grosse Richti-Areal gegenüber dem Glattzentrum brach. Zwar gab es immer wieder Ideen für eine Neunutzung, doch die Realisation scheiterte stets. Immerhin wurde das verkehrstechnisch günstig gelegene Areal in den Jahren 2004/2005 mit Strassen-, Wasser-, Strom-und Gasanschlüssen versehen. Zwei Jahre später kaufte es der Bau-Generalunternehmer Allreal. Sein Gestaltungsplan wird am 25. Juni 2009 der Gemeindeversammlung vorgelegt. Im Vorfeld wirft sich die bisher nicht in Erscheinung getretene Gruppe "Wallisellen plus" mit viel Verve in den Kampf gegen die "Bunker", "hässlichen Betonklötze" und "Gefängnisbauten", die auf dem Richti-Areal entstehen sollen. Aber sie bleibt allein auf weiter Flur. Die Gemeindeversammlung genehmigt den Gestaltungsplan mit 267 zu 31 Stimmen.

Die Allreal hat das einstige Firmengelände in sieben Baufelder mit unterschiedlicher Grösse aufgeteilt. Auf sechs davon werden 20 Meter hohe Blockrandbauten mit sechs Etagen und grosszügigen, ruhigen Innenhöfen realisiert. Hinzu kommt ein 68 Meter hoher Büroturm gegenüber dem Einkaufszentrum. 30 Prozent der bebaubaren Fläche werden aus Grünanlagen bestehen, 27 Prozent aus Strassen und öffentlichen Plätzen.

Im Juni 2010 beginnen die Bauarbeiten. Bis 2015 werden auf dem Richti-Areal für eine halbe Milliarde rund 450 Miet- und Eigentumswohnungen für 1200 Menschen und Liegenschaften mit etwa 2500 Arbeitsplätzen entstehen. Damit wird der Walliseller Dorfteil südlich der Bahngeleise einen weiteren grossen Wachstumsschritt erleben und das zunehmend urbane Gepräge der Gemeinde verstärken.


Bild: Der neue Ortsteil auf dem Richti-Areal als Modell.
Richti-Areal Wallisellen