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Das Recht auf Bildung

1831

Bildung spielt im Alltag des grössten Teils der Bevölkerung vor 1830 nur eine untergeordnete Rolle. Bildung ist ein Privileg der Reichen und Mächtigen. Das ändert sich mit der bürgerlichen Revolution von 1830. Nun wird Volksbildung zu einem zentralen Anliegen der liberalen Regierung. Die Zürcher Kantonsregierung erlässt 1832 ein erstes Volksschulgesetz, das eine umfassende Bildung für die Kinder aller Schichten verlangt.

Bereits 1832 nimmt in Wallisellen die erste Schulbehörde ihre Arbeit auf. Mit diesem Datum steigen auch die Ansprüche an die Lehrkräfte. Die Lehrer müssen mit einer Prüfung beweisen, dass sie den neuen, gewachsenen Ansprüchen genügen. Offenbar war die alte Schule nicht von hoher Qualität. Jedenfalls verzichtet der alte Lehrer wegen dieser Prüfung auf sein Amt. 1834 wird der erste Lehrer mit Seminarausbildung in Wallisellen gewählt. Allerdings denkbar knapp: 49 Walliseller stimmen für den neuen Lehrer, 46 gegen ihn. Das knappe Ergebnis belegt, wie wenig die Walliseller zu diesem Zeitpunkt von einer guten Schulbildung für alle halten. Für sie, die mit jeder Arbeitskraft zur Erarbeitung eines einigermassen ausreichenden Einkommens rechnen, bedeutet die obligatorische Schulpflicht ihrer Kinder eine Plage.

Trotzdem: Es geht voran mit der neuen Schule. Investitionen sind nötig und werden getätigt. Das alte Schulzimmer genügt den erhöhten Anforderungen nicht mehr. 1839 kann ein neues Schulhaus eingeweiht werden – dieser Akt wird mit einem Gemeindefest begangen. Bildung hatte offensichtlich in diesen fünf Jahren auch in Wallisellen an Akzeptanz gewonnen.

Bild: Das kleinere Rieden baut erst 1865 ein eigenes stattliches Schulhaus.


 

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