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Kampf ums Überleben

1950

Die Landwirtschaft und das Kleingewerbe geraten nach dem Zweiten Weltkrieg unter starken Druck. Die Entwicklung der beiden Wirtschaftszweige ist jedoch unterschiedlich.

In der Landwirtschaft setzt sich der Abwärtstrend, der bereits im 19. Jahrhundert begonnen hat, unvermindert fort. Der primäre Sektor verschwindet zwar nicht vollends aus dem Ort, aber er spielt heute in der Walliseller Wirtschaftsstatistik nurmehr eine untergeordnete Rolle.

Auch das Gewerbe ist starkem Druck ausgesetzt. Immer weniger Wallisellerinnen und Walliseller kaufen bei den örtlichen Detaillisten ein, sie orientieren sich zunehmend an den Einkaufsmöglichkeiten der Stadt Zürich, der modernen Einkaufszentren oder der Grossverteiler in und um Wallisellen. Namentlich als das Einkaufszentrum Glatt 1975 seine Tore öffnet, artikuliert das örtliche Gewerbe Widerstand. Die Gewerbetreibenden engagieren sich zwar mit viel Kraft und Phantasie gegen den drohenden Niedergang – allerdings mit unterschiedlichem Erfolg.

Viele Gewerbebetriebe, so etwa Sattler, Schneider und Schlosser, verschwinden aus dem Ortsbild. Auch die kleinen Lebensmittelläden gehen markant zurück. Daneben können sich aber auch zahlreiche handwerkliche Gewerbebetriebe halten, zudem verfügt Wallisellen noch immer über eine reichhaltige „Beizenlandschaft“ und manch neuer Gewerbebetrieb, z.B. Autohändler, öffnen in Wallisellen ihre Tore.

Bild: Der „Früehligsmärt“ setzt jedes Jahr einen wichtigen Akzent im Walliseller Gemeindeleben.


 

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