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Wallisellen – Hochburg der Hausindustrie

1750 - 1850

Wallisellen ist um die Wende zum 19. Jahrhundert eine Bauerngemeinde. Wallisellen ist aber auch eine hoch industrialisierte Gemeinde. Der grösste Teil der Bevölkerung arbeitet sowohl in der Landwirtschaft, als auch in der Hausindustrie, das heisst in der Baumwollverarbeitung und in der Seidenweberei. In Wallisellen sind von 1809 bis 1814 neben 8 reinen Bauernbetrieben und 5 reinen Gewerbebetrieben 58 Kleinbauernfamilien im Neben- oder Haupterwerb von der Hausindustrie abhängig. In Rieden ist 1723 bereits die Hälfte aller Haushaltungen in der Seidenspinnerei, -winderei und -weberei tätig. Die Arbeit in der Hausindustrie ist streng und schlecht bezahlt. Die Heimarbeiterinnen und Heimarbeiter sind auf Gedeih und Verderben von den Verlegern in der Stadt Zürich abhängig, die sie mit Arbeit und Rohstoffen versorgen.

Der Kanton Zürich gehört im 18. Jahrhundert zu den bedeutendsten Heimindustrieregionen Europas. Im Kanton Zürich sind 1787 42‘275 Personen in der Handspinnerei und der Handweberei voll- oder teilzeitbeschäftigt. Das entspricht 26 Prozent der Gesamtbevölkerung. Daneben arbeiten 5‘400 Personen in der Seidenindustrie. Die Zentren für die verlagsmässig organisierte Hausindustrie sind das Zürcher Oberland, die Ufer des Zürichsees und das Knonauer Amt – sowie Gemeinden im Glattal.

Um die Wende zum 19. Jahrhundert ist die Handspinnerei allerdings bereits auf dem Abstieg. Bedroht wird die Existenz der Handspinner und Handspinnerinnen durch das viel günstigere Maschinengarn, das von England her den Kontinent erobert. Mit der Aufhebung der Kontinentalsperre 1820 bricht die Handspinnerei vollständig zusammen. In der Schweiz entstehen um diese Zeit die ersten grossen Textilfabriken – so auch in Wallisellen.

Bild: So wie diese Heimarbeiterfamilie aus Rikon werden auch viele Walliseller Familien gearbeitet haben.


 

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