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Kluge Investitionen in harten Zeiten

1914 - 1918

1914 bricht der Erste Weltkrieg aus. Der Krieg verschärft die ohnehin schon angespannte ökonomische Situation vieler Unterschichtsfamilien erheblich, was zu steigenden sozialen Spannungen und einer Häufung von Streiks führt. Steigende Preise bei gleichbleibend tiefen Löhnen führen bei den Werktätigen zu Lohneinbussen von 25 bis 30 Prozent. Der lange Militärdienst stürzt viele Familien in zusätzliche Not. Eine „Wehrmännerunterstützung“ wird nur auf Antrag ausbezahlt und ist nicht mehr als eine Art Almosen.

Die schlimmen Verhältnisse bekommt auch Wallisellen zu spüren. In den fünf Jahren zwischen 1911 und 1915 gibt die Armenfürsorge insgesamt 26'234 Franken, pro Jahr im Durchschnitt 5'246 Franken, aus. Von 1916 bis 1926 schnellt dieser Betrag auf 174'510 Franken, beziehungsweise auf 15'864 Franken pro Jahr.

Wallisellen trifft – teilweise als Notstandsmassnahmen - während des Krieges Vorkehrungen, damit in besseren Zeiten gebaut und die Wirtschaft angekurbelt werden kann. Deshalb investiert die Gemeinde vor allem in den Infrastrukturausbau.

Die Wasserversorgung wird erweitert, die Gasversorgung sichergestellt, zahlreiche Strassen werden ausgebaut, sumpfige Gebiete entwässert und so weiter. Beim Zusammenschluss von Rieden und Wallisellen werden umgehend drei Quartiere durch Quartierpläne erschlossen. Bei Kriegsende stehen sie für den Wohnungsbau bereit – und Wallisellen erlebt auch deshalb in der Zwischenkriegszeit einen weit überdurchschnittlichen Aufschwung.

Bild: Schwarzackerstrasse 1920. Als diese Aufnahme gemacht wird, nähert sich die schwierigste Zeit bereits ihrem Ende.


 

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