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AUS WALLISELLEN WIRD EIN DORF

1300 - 1700

Im Hochmittelalter wandeln sich die Siedlungsverbände langsam zu eigentlichen Dörfern im heutigen Sinne. Die Dörfer werden mehr und mehr zu eigenständigen Sozialgebilden und zu eigenen Wirtschafts-, Siedlungs- und Rechtsräumen. Dieser Wandel verläuft über Jahrhunderte hinweg – auch in Wallisellen.

Wesentliche äussere Merkmale auf diesem Weg sind in einem frühen Stadium die Ausscheidung von allgemein zugänglichen Allmenden sowie die Gründung von Holzgenossenschaften. Allmenden werden in Wallisellen schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt definiert. Später legen die Bauern ihre Felder zusammen und führen zwecks Ertragssteigerung die Dreizelgenwirtschaft ein. In der Dreizelgenwirtschaft wird das Ackerland in drei etwa gleichgrosse Teile, die Zelgen unterteilt. Auf der einen Zelge wird Sommergetreide angepflanzt, auf der zweiten Wintergetreide und die dritte Zelge liegt brach. Mit der Einführung der Dreizelgenwirtschaft eng verbunden ist das Zusammenrücken der Bauernfamilien: Die oft sehr verstreuten Siedlungen werden nun auch optisch zu Dörfern.

Die Dreizelgenwirtschaft dürfte in Wallisellen im Übergang vom frühen in das hohe Mittelalter eingeführt worden sein. Schriftlich erwähnt wird sie in Wallisellen aber erst zu Beginn des 15. Jahrhunderts. Gemäss diesen Aufzeichnungen verfügten nicht nur die Siedlungen Wallisellen und Rieden über klar definierte Zelgen, sondern auch der allein stehende Hof Niederschwerzenbach.

Bild: Der Niederschwerzenbacherhof mit dem Plan der Dreizelgenwirtschaft.


 

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