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18.08.2019 11:41:56


Rechte + Pflichten


Bild Bundeshaus
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Fragen
Seit 1981 ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau in der schweizerischen Verfassung verankert. 1988 wurde ein Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann eingerichtet. Seit 1996 ist das Gleichstellungsgesetz in Kraft, welches insbesondere jegliche Form der Diskriminierung im Bereich der Erwerbsarbeit verbietet. Das Diskriminierungsverbot gilt für alle Bereiche des Erwerbslebens: Anstellung, Lohn, Beförderung, Weiterbildung oder Kündigung. Diskriminierungen aufgrund des Zivilstandes, der familiären Situation oder einer Schwangerschaft sind ebenfalls verboten.

Gleichstellung soll über die rein rechtliche Chancengleichheit hinausgehen und auch gesellschaftliche oder kulturelle Aspekte der Ungleichheit berücksichtigen. Der Begriff steht zudem für eine gewisse Ausgeglichenheit der Aufgabenverteilung zwischen beiden Geschlechtern. Das Gleichstellungsgesetz ermöglicht es Frauen und Männern, sich gegen direkte und indirekte Diskriminierungen zu wehren in der Familie, im Erwerbsleben oder bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz.

Auch das schweizerische Eherecht ist seit 1988 nach dem Grundsatz der Gleichberechtigung von Frau und Mann aufgebaut. Laut Gesetz hat derjenige Ehegatte, welcher den Haushalt besorgt, die Kinder betreut oder dem anderen in Beruf oder Gewerbe hilft, Anspruch auf «einen angemessenen Betrag zur freien Verfügung» aus dem Einkommen oder Vermögen des anderen Ehegatten.

Eidgenössiches Büro für die Gleichstellung von Mann und Frau: weitere Informationen zum Thema
Ebenso wie in anderen Ländern gibt es auch in der Schweiz zahlreiche gängige Verhaltensregeln und Umgangsformen. Sie zu kennen, erleichtert das Zusammenleben mit Schweizerinnen und Schweizern erheblich.
  • Pünktlichkeit: Es wird erwartet, dass man pünktlich zu einem Treffen erscheint. Das gilt für die Berufswelt, Behörden und private Anlässe gleichermassen. Wenn man merkt, dass man sich verspätet, ruft man vorher an und teilt dies mit.
  • Begrüssung: In der Deutschschweiz reichen sich die Menschen zur Begrüssung die rechte Hand. Unter Freunden gibt man sich teils auch drei Küsschen auf die Wangen (links, rechts und dann wieder links oder umgekehrt). Doch aufgepasst: Dies gilt nicht in jedem Fall. Am besten man informiert sich, was in der eigenen Region üblich ist.
  • Begegnung: Läuft man in einer kleinen Gemeinde an jemandem vorbei, so grüsst man sich selbst wenn man die Person nicht kennt. In Städten kommt dies nur sehr selten vor.
  • Besuch: Die meisten Schweizerinnen und Schweizer mögen keine spontanen Besuche bei sich zuhause. Am besten man ruft vorher an und fragt, ob ein Besuch jetzt erwünscht ist. Vor dem Betreten der Wohnung erkundigt man sich, ob man die Schuhe ausziehen soll.
  • Einladung: Ist man zum Essen eingeladen, ist es ein beliebter Brauch, ein kleines Geschenk mitzubringen etwa eine Flasche Wein, Schokolade, ein Dessert oder Blumen. Doch aufgepasst: Nicht alle Blumen sind geeignet (rote Rosen nur für Partner, weisse Astern sind an Begräbnissen üblich).
  • Bei Tisch: Bevor man gemeinsam mit dem Essen beginnt, wünscht man sich einen guten Appetit. Wird Wein getrunken, erhebt man am Anfang das Glas. Man schaut sich dabei in die Augen, stösst die Gläser an und sagt «Prost» oder «zum Wohl».
  • Gespräch am Telefon: Ruft man jemanden an, begrüsst man die Person zunächst und sagt seinen Namen. Erst dann beginnt das eigentliche Gespräch.
Diese Verhaltensweisen können nach Sprachregionen oder sozialen Gruppen erheblich variieren. Wenn Sie in einer Situation unsicher sind, fragen Sie am besten nach. Das entspannt die Situation und Sie kommen mit anderen Leuten ins Gespräch.
Das Christentum ist die am weitesten verbreitete Religion im Land, vornehmlich vertreten durch die römisch-katholische und die protestantische Kirche. In den einzelnen Kantonen dominiert jeweils eine der beiden Konfessionen. Im Jahr 2000 waren rund 42 Prozent der Bevölkerung katholisch und etwa 35 Prozent protestantisch. Doch es gibt noch weitere Glaubensrichtungen in der Schweiz: 4,3 Prozent der Wohnbevölkerung sind Muslime, 2,2 Prozent orthodoxe und andere Christen sowie etwa ein Prozent Hindus, Buddhisten und Juden.

In den letzten Jahren sind jedoch viele Menschen aus den Kirchen ausgetreten. Entsprechend hat die Zahl der Konfessionslosen deutlich zugenommen. Im Jahr 2000 lag der Anteil der Menschen ohne Konfession bereits bei 11 Prozent; heute dürfte dieser vermutlich noch grösser sein (Quelle: Bundesamt für Statistik, Stand 2000).

Swissworld: weitere Informationen zur religiösen Landschaft der Schweiz
In der Schweiz sind Kirche und Staat getrennt. Das Recht auf Glaubens-, Gewissens- und Kultusfreiheit ist in der Bundesverfassung fest verankert. Jeder Mensch hat also das Recht, frei zu entscheiden, ob er gläubig sein möchte und welche Religion er praktizieren will oder nicht.

Man darf seinen Glauben oder die Religion auch wechseln, seine Überzeugungen frei äussern und ausleben. Das gilt für Einzelne genauso wie für Glaubensgemeinschaften. Jeder hat das Recht, alleine oder in einer Gruppe Kulthandlungen, religiöse Praktiken oder Rituale zu vollziehen.

ch.ch: weitere Informationen zum Thema
Bestattungsamt: Wenn eine Person aus Wallisellen verstirbt, müssen die Angehörigen den Todesfall beim Bestattungsamt anmelden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Zivilstandsamt: Hier werden die Urkunden über Zivilstandsereignisse (Geburt, Trauung, Namensänderungen) ausgestellt. Für unsere Gemeinde ist das Zivilstandsamt in Dübendorf zuständig.
Ausserdem ist das Zivilstandsamt Dübendorf für folgende Anliegen zuständig:
  • Eintragung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften
  • Namensänderungen
  • Kindsanerkennung